Die Teufelshure von Martina André![]() Bewertung: ♥♥♥♥♥ Verlag: Ruetten Und Loening Gmbh ISBN13/EAN: 9783352007736 Erschienen: 2009-10 Preisvergleich Ein Highlander auf den Spuren der Unsterblichkeit! (Redakteur: Claudia Schönherr)Edinburgh, Schottland 1647: John Cameron, groß, markant geschnittenes Gesicht, ansehnlicher Körper, hat es nach Krieg und Pest aus seiner Heimat den Highlands als Dockarbeiter in die Gegend um Edinburgh verschlagen. Eines Tages wird ihm und seinen Arbeitskollegen wegen der Hinrichtung von Henry Stratton freigegeben, damit sie dieser beiwohnen können. Gerüchten zufolge soll er die jFrau von dem Parlamentsmitglied Lord Chester Cuninghame verführt haben. John verspürt wenig Lust, sich dem Hinrichtungsspektakel zu widmen und geht daher in ein Pub auf ein Ale. Plötzlich wird eine junge Frau, gestützt von zwei Lakaien, hineingeführt.
Halb bewusstlos und so bleich wie der feine Kapuzenmantel, den sie trug, sah die junge Frau aus, als wäre sie soeben dem Holyrood-Palace entsprungen. Ihre Dienerin nahm ihr den filigranen Strohhut ab, worauf ihre dunklen Locken wie ein seidiger Vorhang über ihr makelloses Antlitz fielen. Die Lakaien zuckten mit den Schultern, weil sie sich offenbar nicht in der Lage sahen, die Frau gemeinsam ein Stockwerk höher zu tragen. John erhob sich. „Ich mache das“, sagte er und nahm die Bewusstlose in seine starken Arme. (...) Fasziniert beobachtete John, wie die junge Frau langsam zu sich kam. Und obwohl er seinen Teil an der Rettungsaktion längst erfüllt hatte, konnte er seinen Blick weder von ihrem langen weichen Haar lösen, das schwarz wie Ebenholz über die Schultern fiel, noch von ihren dunkelblauen Augen, die unter langen braunen Wimpern dankbar und zugleich neugierig zu ihm aufschauten.
“Wie geblendet hielt sie die Hand vor Augen. „Was zur Hölle ist das?“, flüsterte sie vor sich hin. Es war kalt und wurde immer kälter. Die Luft um sie vibrierte von unbekannten Geräuschen. Nun konnte sie auch das Licht erkennen, und in seiner Umgebung wurde es schlagartig wärmer. Es war eine Fackel, die ihr jemand vor das Gesicht hielt. „Ist sie tot?“
Mitglieder-Rezensionen zu Die Teufelshure von Martina AndréRezension und Bewertung von lamiezekatz: ♥♥♥♥♥ Kurzbeschreibung: Schottland 1647. Der Highlander John Cameron hat Krieg und Pest überlebt, als er auf Madlen MacDonald trifft, von der es heißt, sie sei die Mätresse eines zwielichtigen Lords und mit dem Teufel im Bunde. Nach einer gemeinsamen Liebesnacht wird John wegen falscher Anschuldigungen ihres Gönners zum Tode verurteilt. Im Verlies erfährt er, dass der Lord Häftlinge kauft, um an ihnen Experimente durchzuführen. Edinburgh 2009. Die Biologin Lilian versucht, den Erinnerungscode in menschlichen Genen zu entschlüsseln. Bei einem Selbstversuch sieht sie einen Mann in altertümlicher Kleidung. Auf der Suche nach den Hintergründen dieses Mysteriums, gerät sie in ein Herrenhaus und steht plötzlich vor John Cameron, dem Mann aus ihrer Vision. Welches Geheimnis hütet der Schotte? Und warum behauptet er, sie sei in großer Gefahr? Meine Meinung: Die Autorin erzählt eine interessante, mysteriöse und auch dunkle Geschichte über den Kampf zwischen Gut und Böse. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Einmal die Zeit um 1647 wo alles begann und dann geht es im Jahr 2009 weiter. Durch diesen Zeitsprung nimmt die Geschichte meiner Meinung nach an Fahrt auf und wird um so spannender. Allerdings finde ich es schade, daß mir dazwischen fehlt, wie sich Gut und Böse ihre Imperien aufgebaut haben. Da ist halt dann die Fantasy des Lesers gefragt. Schön finde ich wie über die Jahrhunderte hinweg die Freundschaft der Unsterblichen John, Paddy, Bran, Wilbur, Malcom usw. sich festigt und sie dadurch auch Erfolg haben und somit den Kampf gegen das Böse aufnehmen können. Allerdings erfährt man auch was es bedeutet unsterblich zu sein und auf was man alles verzichten muss bzw. welche Verluste man erleidet. Die Liebesgeschichte um John und Madlen/Lilian finde ich sehr schön, alledings sind sie mir manchmal auch ein wenig zu naiv und Liebesblind und tappen daher immer wieder in die Fallen der bösen Seite. Dass John sein Glück dann in der wiedergeborenen Seele von Madlen in Lilian findet, finde ich keineswegs kitschig, denn ein wenig glaube ich selber daran, daß es sowas gibt. Ein wenig musste ich immer wieder an den Film „Highlander“ denken, was ich aber nicht schlimm finde. Im gesamten hat mir das Buch und die Geschichte um Gut und Böse, Bruderschaften, Freundschaften, Stein der Weisen, Liebe, Intrigen, Illusionen gut gefallen und spielt vor einer schönen, mysteriösen Kulisse. Rezension und Bewertung von schlumeline: ♥♥♥♥♥ Das Buch Die Teufelshure von Martina André entführt uns zunächst nach Schottland in das Jahr 1647. Dort lernt der junge Highlander John Cameron bei der Vollstreckung eines Todesurteils die hübsche Madlen MacDonald kennen, die behauptet auch aus den Highlands zu stammen und John schon seit ihrer Kindheit zu kennen. Auch wenn John sich daran nicht erinnern an, entflammen sofort seine Gefühle für die junge Frau. Es scheint Liebe auf den ersten Blick zu sein. Im Weg steht jedoch Madlens reicher Gönner Chester Cuninghame mit dem Madlen vor Jahren einen merkwürdigen Handel eingegangen ist. So bleibt den Beiden nur die Flucht vor Cuninghame und seinen Gefolgsleuten. Leider kommen sie nicht weit und John wird zum Tode verurteilt und seine Freunde zur Gefangenschaft. Jedoch kommt es anders, denn Chester Cuninghame benutzt die Männer um Experimente an Ihnen durchzuführen. Cuninghame gehört der Bruderschaft der Panacaer an, die scheinbar unbesiegbar im Kampf sind. Der Grund hierfür erschließt sich John Cameron sehr schnell. Und so kommt es, dass er nach erneuter Flucht einem „lebenslangen“ Kampf gegen Cuninghame ausgeliefert ist. Im zweiten Teil des Buches wechselt die Szenerie ins Jahr 2009. Die junge Molekularbiologin Lilian Stahl versucht mit Hilfe einer Droge, die ihr Bruder Alex ihr geschickt hat, Erinnerungscodes im menschlichen Gehirn zu entschlüsseln. Bei einem Selbstversuch begegnen ihr im Traum John Cameron und die junge Madlen MacDonald. Sie hat das Gefühl selbst Madlen zu sein, denn sie liegt auf einem Schlachtfeld während ihr bei lebendigem Leib jemand ein ungeborenes Kind aus dem Bauch holt. Von diesem Moment an ist Lilian Stahls Neugier noch mehr geweckt. Sie macht sich über ihren Vater und einen Onkel in den Highlands auf die Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit und begegnet dabei in den Highlands auf dem Gelände einer großen Security Firma namens CSS einem Mann, der dem John Cameron aus ihrer Vision auffallend ähnlich sieht. Sie verliebt sich auf den ersten Blick in ihn und scheint, wie auch vormals Madlen, nicht von ihm loszukommen. Scheint es zunächst, dass das Buch durch den großen Zeitsprung in zwei völlig unterschiedliche Handlungsstränge aufgeteilt ist, so ist dies auf den zweiten Blick durchaus nicht der Fall. Die beiden Teile sind so eng miteinander verzahnt, dass der Leser von der ersten bis zur letzten Seite einer durchgängigen Spannung ausgesetzt ist. Dieses Buch vereint Elemente wie historischer Roman, Mystik und Fantasie und Thriller miteinander, wobei ich sagen muss, dass der mystische und fantastische Teil durchaus überwiegt. Daher sollte sich der Leser auch bei der Auswahl des Buches darüber im Klaren sein, dass in einer Welt jenseits unserer Vorstellungskraft nicht immer alles einem logischen Faden folgt. Hier werden zwar historische Ereignisse in die Handlung eingebunden, diese sind auch korrekt wiedergegeben, überwiegen aber nicht in der Geschichte. Die Personen sind sehr detailliert beschrieben, wobei meist relativ eindeutig ist, wer hier auf der Seite der Guten und wer auf der Seite der Bösen steht. Dies tut der Spannung jedoch keinen Abbruch, sondern scheint sogar gewollt. Die Protagonistinnen im ersten und zweiten Teil sind sich auf die ein oder andere Weise zwar ähnlich, spiegeln aber auch das Leben und die Stellung der Frau in der jeweiligen Zeit wieder, so dass man durchaus Unterschiede in Madlens und in Lilians Verhalten festmachen kann, die den Ausgang der jeweiligen Buchabschnitte mit beeinflussen. Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen und ich möchte es all den Lesern ans Herz legen, die einmal abtauchen wollen in eine andere Welt. In eine Welt voller Gefahren und Mystik ohne Elfen, Orks und andere fantastische Wesen. Rezension und Bewertung von Mandylein: ♥♥♥♥♥ http://www.mandythoss.de/blog/?p=946 Hinweis: Du musst angemeldet sein, um eine eigene Rezension zu schreiben. 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