Kurzbeschreibung
Apollonia Cox lebt in einem Leuchtturm an der wilden K?ste Englands. Sehr zum Missfallen der ?rtlichen Behörden. Denn seit ihre Eltern verschwunden sind, die als Meteorologen in der nahe gelegenen Wetterstation arbeiteten, hat Apollonia besseres zu tun, als regelmäßig zur Schule zu gehen. Doch dann will die Stadt sie in Gewahrsam nehmen Bevor das geschehen kann, störzt Apollonia sich aus dem Leuchtturm in die Tiefe und begibt sich, getragen von ihren Freunden, den Wettergeistern, auf eine Reise, bei der sie nicht nur dem bösartigen Raviel McMillan und seinem Komplizen Okami Dragon begegnet, sondern sich vor allem auf die Suche nach den geliebten Eltern begibtSie ist wild. Sie ist mutig. Sie zeigt Gefühle. Und sie hat Verb?ndete, die ihr helfen, das Unmögliche zu schaffen. Mit Hilfe ihrer Freunde, den Wettergeistern, kann Apollonia Cox nämlich nicht nur fliegen, sondern auch Meere aufsch?umen, Störme entfachen und Wolkenbrüche niederprasseln lassen. Doch dann will der gr??enwahnsinnige Raviel McMillan eine Flut von ungeahnten Ausma?en erzeugen. Der Kampf beginnt Ein neues Konzept, eine wunderbare deutsche Erzählerin: Das Buch für wilde Mädchen und solche, die es werden möchten. Auch wenn sie schon erwachsen sind.
über die Autorin
Charlotte Wilde, geb. 1959 bei M?nster, arbeitete als Gymnasiallehrerin für Deutsch und Biologie, bevor sie mit ihrem Mann, einem Engländer, an die K?ste von Cornwall zog. Nach dem Tod ihres Mannes begann sie, ausgelöst durch den Besuch eines Heimatmuseums, spezielle Museumstouren für Kinder und Jugendliche zu entwickeln.
kamelin meint
Nachdem Apollonias Eltern verschwinden, nimmt sie die Sache mit der Schule nicht mehr so genau,
sondern hilft lieber ihrer Großmutter (mit der sie in einem Leuchtturm lebt) beim Birnenwechsel, statt im Unterricht zu b?ffeln. Als sie schliesslich in den Fokus der ?rtlichen Behörden rückt, muss sie in einer Nacht- und Nebelaktion den Leuchtturm auf spektakul?re Weise verlassen, und macht sich auf die Suche nach ihren Eltern. Dabei ist sie nicht allein: Ihre für Menschen unsichtbaren Freunde, die Wettergeister, helfen ihr bei ihren Nachforschungen, die mehr als ihre verschwundenen Eltern zutage fürdern.
Seltsame Dinge geschehen mit dem Wetter, Flugzeuge lassen es pausenlos regnen und schon bald steht die englische K?ste unter Wasser.
Wer hat hier seine Finger im Spiel? Ist es der möchtige Okami Dragon, der Herrscher der Ozeane - oder etwa Raviel Mc Millan, ein durchgeknallter Gangster, der vor keiner Schurkerei zurückschreckt?
Apollonia und ihre Freunde haben alle H?nde voll zu tun das Wetterrätsel zu lösen. Und sie müssen sich beeilen, denn die Uhr tickt: eine gigantische Flutwelle baut sich vor der englischen K?ste auf, die das Land zu überfluten droht. Da ist es nicht gerade fürderlich, dass sowohl der Bösewicht Raviel hinter Apollonia her ist, sondern auch die Polizei.
Ich glaube im ersten Drittel der Geschichte habe ich nur gelacht: Einerseits ist da Apollonia die entdeckt, dass es viele Vorteile hat, wenn man an jedem Fuß sechs Zehen hat. Dann ist da die Sache mit ihrem Zauberwort, das mit Blitzschlag und Orgelmusik möchtig L?rm macht. Dazu kommt Kommissar Zac Shackleton, ein grimmiger Zeitgenosse mit weichem Kern, der mir mit seinen Spr?chen ständig Lachtränen in die Augen getrieben hat. Und dann natürlich der unkompliziert humorvolle Schreibstil der Autorin, der das Lesen zu einem echten Vergnügen gemacht hat. Ich war einigerma?en von den Socken, dass dies ein Debutroman sein soll.
Charlotte Wilde ist eine wundervolle Erzählerin. Sie hat ihre Geschichte fest im Griff und treibt sie ständig voran. Weder gibt es Pausen oder Leerstellen, noch irgendwelche Durchhänger. Ungefähr in der Mitte des Romans nimmt die "komische" Seite ein wenig ab, was mir gut gefallen hat, da hier der Stoff an Tiefe gewinnt. Apollonia beschäftigt sich mit ihren Kr?ften und f?ngt an sich Fragen zu stellen.
Sie tr?gt ein magisches Wort in sich, das ihr besondere F?higkeiten verleiht. Dadurch muss sie sich besonderen Aufgaben stellen, die sie veranlassen mehr Verantwortung zu übernehmen. Irgendwann ist sie es leid immer wieder davonzulaufen und stellt sich ihren ?ngsten. Eine davon heisst Okami Dragon. Oder, um es mit den Worten der Autorin zu sagen:
"Und wenn du das heilige Prinzip begreifst, dann kannst du durch das Dunkel ins Helle gelangen." (S. 280 HC)
Eine runde Geschichte, ?brigens nicht nur für Jugendliche, spannend geschrieben, mit einer herrlich humorvoll-lockeren Sprache, die absolut Spaß macht.