amazon-Kurzbeschreibung:
?Mein ganzes Leben lang habe ich versucht, Grenzen immer wieder an den Horizont zu verschieben.?
Frei heraus ohne staatsmännische Diplomatie: In seiner politischen Autobiografie - Schwerpunkt: die Regierungsjahre - offenbart Gerhard Schr?der seine Sicht, seine Wahrheit, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
?Ich habe alles selber gemacht, mir hat keiner was geschenkt?, sagt Gerhard Schr?der. Er hat seine Chancen genutzt: Aus bescheidenen Verhältnissen arbeitete er sich über Lehre und zweiten Bildungsweg bis ins h?chste Regierungsamt vor. Als Kanzler riskierte er die Vertrauensfrage, um deutsche Soldaten zu einer Friedensmission ins Ausland zu schicken - und erntete damit h?chste Anerkennung für sein Land. überzeugt trotzte er später George W. Bush in der Irak-Frage. Um Deutschland fit zu machen für die globalisierte Welt, vollzog er die Abkehr von der bequemen Ideologie, der Staat sei für alles und jeden verantwortlich. ?Entscheidungen? ist ein kämpferisches Res?mee, das mit Kritik - auch Selbstkritik - nicht sparsam umgeht, und zugleich ist es das politische Vermöchtnis eines entschlossenen Kämpfers für soziale Gerechtigkeit und ein geeintes, selbstbewusstes, friedliches Europa.
Der Autor:
Gerhard Schr?der, geboren 1944, nach dem Jurastudium in G?ttingen von 1978 bis 1990 als selbständiger Rechtsanwalt in Hannover tätig. Seit 1963 Mitglied der SPD, 1978 bis 1980 Bundesvorsitzender der Jungsozialisten, seit 1977 Mitglied des Vorstandes und 1983 bis 1993 Vorsitzender des SPD-Bezirks Hannover, seit 1986 Mitglied des SPD-Parteivorstandes, seit Mai 1989 Mitglied des Pr?sidiums der SPD, Juni 1994 bis September 1998 Landesvorsitzender der SPD Niedersachsen, April 1999 bis M?rz 2004 Vorsitzender der SPD. 1986 bis 1998 Mitglied des Landtages Niedersachsen, Juni 1990 bis Oktober 1998 Ministerpr?sident des Landes Niedersachsen. Mitglied des Bundestages 1980 bis 1986 und seit 1998; 27. Oktober 1998 bis November 2005 Bundeskanzler. (amazon)
Meine Meinung:
Dass der Ex-Kanzler die ruhige Hand bevorzugt, Kritik an seiner selbst und seinem Handeln nicht gerne hörte und bisweilen nicht wahrnahm, die Wahl nicht verloren geben wollte, ... das ist hinlänglich bekannt.
Nur dass Herr Schr?der in diesem Buch sein Politikstil weiterhin glorifiziert, Kritik, so sei den überhaupt erwähnt wird, nur abtut, sich mit der verloren gegangenen Bundestagswahl noch immer nicht abgefunden zu haben scheint, das ist schon bitter. Fast all sein Tun scheint richtig gewesen zu sein, treue Wegbegleiter werden in den h?chsten T?nen gelobt, kritische Zeitgenossen entweder mit Missachtung gestraft oder kr?ftig abgewatscht.
Das ist mir alles zu sehr schwarz-weiss. Ich vermisse die Zwischent?ne. Eine selbstkritische Betrachtung findet nicht wirklich statt. Vieles wird auf andere abgew?lzt.
Vielleicht hätte man dieses Buch erst nach einigen Jahren schreiben müssen, wenn man Dinge aus der Distanz betrachten kann. Nur wäre die Gefahr gross, man würde sich nicht mehr des Medienkanzlers erinnern und das Interesse an dem vorliegenden Buch wäre weniger eintr?glich. Traurig!