Lamb, Wally: Die Stunde, in der ich zu glauben begann (1 Leser) (1) Gäste
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THEMA: Lamb, Wally: Die Stunde, in der ich zu glauben begann
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Lamb, Wally: Die Stunde, in der ich zu glauben begann Gepostet: 12.02.2009 15:53
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Titel: Die Stunde, in der ich zu glauben begann Autor: Wally Lamb Verlag: Pendo ISBN13/EAN: 9783866122062 Seiten: 752 Erschienen: 2009-03 Details anzeigen | Preisvergleich
Wer sucht was er wünscht, findet das, was er braucht
Inhalt:
Caelum & Maureen sind seit Jahren - mal mehr und mal weniger glücklich - verheiratet und arbeiten beide an der Columbine Highschool. Caelum ist dort Lehrer, während Maureen eine Teilzeitstelle als Krankenschwester hat.
An einem Tag im April ändert sich ihr Leben für immer, zwei Sch?ler z?nden Bomben an der Schule und erschießen mehrere Sch?ler und einen Lehrer. Maureen hält sich die ganze Zeit über in der Schule auf, versteckt in einem Schrank, Caelum ist aus famili?ren Gründen unterwegs. Maureen überlebt, doch sie ist nicht mehr dieselbe. Sie hat Angst, ist w?tend, macht sich Vorw?rfe, ist v?llig traumatisiert und wird süchtig. Das Ehepaar beschließt umzuziehen, denn gerade hat Caelum die Farm seiner Tante Lolly in Connecticut geerbt. Tats?chlich geht es Maureen nach weiteren rückschlügen irgendwann besser und sie beginnt wieder als Krankenschwester zu arbeiten. Doch die Panik lässt sie nicht los, bei jedem Vorfall wird Maureen zittrig und beginnt schließlich sich Beruhigungsmittel zu spritzen. Eines Abends f?hrt sie unter Medikamenteneinfluss einen jungen Mann tot und wird zu 5 Jahren Gef?ngnis verurteilt.
Caelum bleibt alleine zurück und bald tauchen Unterlagen seiner Vorfahren auf, er begibt sich auf deren Fährte und entdeckt beeindruckendes und erschreckendes zugleich.
Wird es Caelum gelingen sein Leben wieder lebenswert zu leben?
Meine Meinung:
Die Covergestaltung des Romanes ist auf den ersten Blick wenig aussagekr?ftig, doch nach dem Lesen passt sie bestens zum Inhalt. Wie der Mann auf dem Cover dreht Caelum seiner Vergangenheit den rücken zu und wirkt desinteressiert und gleichg?ltig. Doch je mehr er über seine Familie erfährt, desto interessierter und faszinierter wird er.
Wer denkt, dass es nur um den Amoklauf an der Columbine High geht, liegt v?llig falsch. Auch die Religion hat immer nur wieder kurze Auftritte und bestimmt das Buch keineswegs.
Das Buch enthält die Geschichte eines starken Mannes, der durch Freundschaft, Liebe, Religion - aber auch Angst, Unverständnis und Hass, etwas findet, an das er glauben kann.
Das Geschehen wird aus Sicht von Caelum in der Ich-Form geschildert.
Die Sprache ist ehrlich, offen, modern und vorantreibend, aber situationsbedingt auch mal derb, mitfühlend und emotional.
Sie zieht den Leser ins Geschehen und wirkt sehr natürlich und angepasst.
Die Protagonisten sind sympathisch und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Ihre Vergangenheit ist eng mit ihren jetzigen Handlungsweisen verkn?pft. Ihr Gefühlsleben ist glaubhaft und nachvollziehbar, ihr Handeln so durchaus verständlich.
Die Handlung allerdings ist leicht überladen, irgendwie wirkt es doch etwas zweifelhaft, das ein und dieselbe Person so viele negative Erlebnisse haben kann.
Allerdings enthält der Roman auch 750 Seiten in denen natürlich etwas passieren muss, um den Roman nicht langweilig oder langatmig werden zu lassen. Viele rückblenden, Zeitungsartikel, Tagebuchauszüge & Briefe aus dem 19. Jahrhundert... sorgen immer wieder für den n?tigen Schwung und für Abwechslung im Verlauf der Geschichte.
Teils ist es zwar etwas schwer die Zusammenhänge zu erkennen, aber kurz darauf wird auch alles wieder aufgeklärt und am Ende hat man ein fertiges Puzzle, in dem jedes Teil bestens passt.
Der Roman umfasst einen Zeitraum von mehreren Jahren, so dass die Entwicklung der Protagonisten genau verfolgt werden kann.
Fazit:
Ein überzeugender Roman, der sicherlich auch ohne den ein oder anderen Schicksalsschlag ausgekommen wäre.
Ein Buch, dem es weder an Spannung, noch an Gefühl fehlt und das Mut macht und zeigt, dass jeder rückschlag nur noch mehr Kraft gibt, um das zu suchen (und zu finden), was man wirklich braucht.
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Re:Lamb, Wally: Die Stunde, in der ich zu glauben begann Gepostet: 12.02.2009 18:09
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Keksi, vielen Dank für die tolle Rezi! "Fr?h am Morgen beginnt die Nacht" zählt zu meinen Lieblingsbüchern und so war ich schon sehr gespannt auf dieses Buch. Momentan ist solch ein komplexes Buch aber too much für mich (hab soviel anderes im Kopf...), aber sobald sich das ändert, wandert dieses Buch in mein Regal!
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Visst är det kul att läsa och lyssna!
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Re:Lamb, Wally: Die Stunde, in der ich zu glauben begann Gepostet: 13.02.2009 10:28
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Der wahre Glaube an das Leben - Liebe ist störker als Hass!
Autor
Wally Lamb: * 17. Oktober 1950 in Norwich, Connecticut / USA
studierte P?dagogik an der University of Connecticut, war lange Zeit als Lehrer für Englisch an einer Highschool in Norwich tätig und begann schließlich 1981 das Schreiben
gibt seit einigen Jahren Kurse in Kreativem Schreiben in einem Frauengef?ngnis,
ist politisch engagiert, um eine Verbesserung der Bedingungen Gefangener zu erreichen
verheiratet, 3 Kinder
Bekannte Werke: Die Musik der Wale, Fr?h am Morgen beginnt die Nacht
Buchinhalt
Caelum und Maureen Quirks Ehe steht auf wackligen Beinen.
Colorado sollte für beide ein Neuanfang werden.
Caelum ist Lehrer an der Columbine Highschool, befindet sich zurzeit jedoch nicht in der Stadt. Seine Tante Lolly verstarb infolge eines Schlaganfalls. Er k?mmert sich um Formalitäten und Begr?bnis.
Ganz anders Maureen, Krankenschwester an der Schule. Sie ist mitten im Geschehen, als am 20. April 1999 das Unfassbare geschieht: Der Amoklauf an der Columbine Highschool nahe Littleton.
Caelum erfährt aus den Medien davon, reist sofort ab, in Angst um Maureens, um ihr gemeinsames Leben.
Wie sich herausstellt, überlebt Maureen das Massaker, versteckt in einem Wandschrank der Bibliothek.
Doch ein Teil von ihr scheint für immer zerstört. Sie hat schwer mit den Folgen der Katastrophe zu kämpfen, unter denen nicht nur sie, sondern auch Caelum zu leiden hat.
Dieser Vorfall ist bei weitem nicht der einzige Schicksalsschlag, den Caelum, Maureen, Verwandte und Freunde zu bew?ltigen haben...
Meine Meinung
Die Stunde, in der ich zu glauben begann ist anspruchsvoll und innen sowie au?en von hoher Qualität.
Wally Lamb präsentiert auf rund 750 Seiten eine Themenvielfalt, die weit mehr als nur die neun Jahre wiedergibt, die er ben?tigte, diesen fulminanten Roman fertig zu stellen.
Bereits das Vorwort hat mich aus persönlichen Gründen sehr ber?hrt.
Am Beispiel von Caelum und Maureen Quirk, Verwandten, Freunden und Bekannten f?hrt er dem Leser zahlreiche Ereignisse und reale Trag?dien der amerikanischen Geschichte vor Augen.
Ob es sich dabei nun um das grausame Massaker an der Columbine Highschool handelt, das der 18j?hrige Eric Harris zusammen mit dem 17j?hrigen Dylan Klebold plante und schließlich am 20. April 1999 entfachte, den Terroranschlügen am 11. September 2001 und deren weitreichende Folgen oder dem Hurrikan Katrina, der als verheerende Naturkatastrophe im August 2005 im S?dosten der USA zahlreiche Menschenleben forderte und Sch?den im Milliardenbereich anrichtete, um nur einige der Begebenheiten zu nennen, die Lamb in seine Geschichte hat einfließen lassen.
Jedes Vorkommnis spiegelt Schicksale mittelbar und unmittelbar Betroffener wider, hat dementsprechend Auswirkungen und mitunter gravierende Folgen für alle Beteiligten.
Caelum und Maureen sind hierbei nur exemplarische Opfer, die stellvertretend für zahllose Mitglieder der Bev?lkerung stehen.
Der Autor kombiniert gekonnt wahre Begebenheiten mit fiktivem Geschehen und lässt erdachte Charaktere mit existierenden Personen interagieren.
Auf diese Weise entsteht ein authentisches Gesamtwerk, das sowohl Identifikationspotential bietet als auch zum Nachdenken anregt.
Bewundernswert und ergreifend finde ich neben der Einbeziehung bereits erwähnter Fakten auch die Verwendung realer Namen von Opfern und T?tern, was mir bereits in der Leseprobe positiv auffiel.
Lamb selbst begründet dies mit folgenden Worten:
"Die überlebenden beim Namen zu nennen dient der Anerkennung sowohl ihres Leids als auch ihres tapferen Wegs in ein sinnvolles Leben nach jenen schrecklichen Tagen.
Die Toten beim Namen zu nennen dient der Auseinandersetzung mit dem Sinn ihres Lebens und Sterbens sowie der Kraft und des Leids ihrer Hinterbliebenen." (Seite 743)
Die Stunde, in der ich zu glauben begann lässt sich weitgehend flüssig lesen.
Ab und an ist jedoch eine Pause n?tig, um Geschehen und Emotionen verarbeiten zu können.
Lamb schreibt in klaren Worten, überzeugt mit dichter Atmosphöre und schafft psychologisch einfühlsam interessante und vor allem glaubhafte Charaktere, die eine nachvollziehbare und lebendige Version dessen transportieren, was man nach all den Schicksalsschlügen von den Personen erwarten würde.
Er beschreibt und erzeugt intensive Gefühle, die zu Herzen gehen.
Die Protagonisten sind nicht perfekt, gerade deshalb aber umso lebensnaher und sympathischer. Sie zeigen Verhaltensweisen, die situativ menschlich und daher glaubw?rdig erscheinen.
Der brisante Text wird in Teilen durch beispielsweise Emails, Schlagzeilen, biografischen Frageb?gen und Tagebuchauszügen aufgelockert.
Trotz der vielen schrecklichen und traurigen Ereignisse über mehrere Jahrhunderte hinweg, vermittelt Wally Lamb in Die Stunde, in der ich zu glauben begann mit Herz und Seele, was Glaube, Liebe und Zusammenhalt bewirken können.
Er macht Mut, trotz harter Schicksalsschlüge, in die Zukunft zu blicken.
Für jeden rückschlag im Leben, ermöglicht positiver Glaube, einen Schritt nach vorn zu machen.
Hoffnung ist es, die dieses Buch schließlich und endlich hervorragend umschreibt.
Fazit
Um diesem grandiosen Werk den n?tigen Respekt zu zollen, sollte man sich viel Zeit für die Lektüre nehmen.
Es gilt eine große Menge an Fakten und Informationen zu verarbeiten.
Der ein oder andere Leser wird zwischen den Zeilen dazu neigen, seinen eigenen Gedanken nachzugehen, besonders Interessierte mögen eventuell geschichtliche Hintergründe nachschlagen wollen, um sich umfassend mit den Themen des Buchs auseinander zu setzen.
Alles in allem geht Die Stunde, in der ich zu glauben begann meines Erachtens über reine Unterhaltung weit hinaus.
Jeder, der sich dessen bewusst ist, wird einen interessanten und fesselnden Roman erleben.
Andere mögen unter Umständen von der Flut an bereitgestellten Schicksalsschlügen, die die amerikanische Geschichte und damit Wally Lamb zu bieten haben, erdrückt werden und das Buch vielleicht schlimmstenfalls sogar fr?hzeitig abbrechen.
Von mir erhält Wally Lamb volle Punktzahl für ein intensives, überw?ltigendes und zu Tränen rührendes Leseerlebnis.
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Re:Lamb, Wally: Die Stunde, in der ich zu glauben begann Gepostet: 13.02.2009 16:39
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Dieses Buch ist wunderschön. Es war mir ein Vergnügen dieses Buch zu lesen. ?Die Stunde, in der ich zu glauben begann? hat mich tief ber?hrt und sehr bewegt. Die Geschichte um Caelum ließ mich nicht mehr los und am Schluss r?hrte sie mich dann zu Tränen - und das passiert wirklich selten.
Wally Lamb greift in seinem Buch immer wieder wahre Begebenheiten auf, wie zum Beispiel den Irak-Krieg oder den Hurrikan Katrina. Dadurch ruft Lamb die Bilder und Erinnerungen der Geschehnisse im Kopf des Lesers auf, dies macht einen dann auch sehr nachdenklich.
Der einzige Makel, den dieses Buch für mich hat, sind die rückblicke in die Vergangenheit.
Diese rückblicke sind oft sehr langatmig beschrieben. Auch störten mich die zahlreichen Personen, die in der Geschichte vorkommen. Die vielen Namen verwirrten mich ein bisschen.
Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen. Ein sehr packendes, ergreifendes und auch wahres und erschättendes Buch. Tr?s bien!
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Re:Lamb, Wally: Die Stunde, in der ich zu glauben begann Gepostet: 14.04.2009 20:38
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So, fertig. Und nun? Ich bin ein wenig ratlos. Dies ist mein drittes Buch von Wally Lamb und ich bin mit hohen Erwartungen ans Lesen gegangen, da mir "Die Musik der Wale" sehr gut gefallen hat und "Früh am Morgen beginnt die Nacht" zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Doch was ich wirklich von diesem Buch halten soll, weiß ich nicht. Anfangs war ich wirklich begeistert und habe gedacht, dass Lamb "Früh am Morgen beginnt die Nacht" noch toppt, aber auf den letzten 250 Seiten habe ich wirklich gehofft, dass es bald vorbei sei, nichtsdestotrotz musste ich einfach weiterlesen, musste wissen, wie die Geschichte endet, wie Maureen und Caelum weiterleben. Wieviel Leid passt in ein Leben, auf zwei Schultern?
"Die Stunde in der ich zu galuben begann" ist ein dichtes Buch, eigentlich schon zu dicht. Der Autor packt in dieses Buch die letzten zehn Jahre der amerikanischen Geschichte und sehr viel ist passiert. Es beginnt mit dem Amoklauf von Littleton, der 11. September 2001 prägt natürlich das ganze Land und dann wäre da noch Katrina, die mit aller Wucht New Orleans zerstörte. Als wäre das nicht schon genug Stoff, wobei Littleton wirklich wunderbar aufgearbeitet wird, hat der Protagonist des Buch Caelum Quirk eine reichlich spannende Familiengeschichte zu bieten, die er nach und nach aufbereiten muss, während sich seine Frau Maureen, die während des Amoklaufs in einem Schrank saß und seither traumatisiert ist, total zurückzieht und tablettensüchtig wird. Als sie gerade wieder ins Leben zurückfindet, geschieht etwas Furchtbares...
Wally Lamb kann schreiben, Wally Lamb kann erzählen, er bewegt, rüttelt auf - keine Frage, sein Stil ist großartig und die über 1000 Seiten von "Früh am Morgen beginnt die Nacht" kamen mir so kurz vor, aber hier hat mich einfach gestört, dass soviel hineingepresst wurde und ich beim Umblättern Angst hatte vor dem, was nun noch kommen würde. Vielleicht wären hier noch mehr Seiten besser gewesen, die allem den Platz verschafft hätten, der halt zustand?
Großartig fand ich persönlich die Einbindung des Protagonisten aus "Früh am Morgen beginnt die Nacht", der einen Absatz lang ein Teil der Geschichte wird. Hier bekam ich wieder Hoffnung und las gerne weiter, aber irgendwie zogen sich die letzten Seiten immer mehr - leider! Ich freue mich aber schon jetzt auf das nächste Buch von Wally Lamb und hoffe sehr, dass er nicht wieder neun Jahre dafür benötigt!!!
Eine Wertung auf einer Skala ist mir momentan nicht möglich, die ersten zwei Drittel würde volle zehn Punkte bekommen, das Ende eher vier, der Stil volle zehn...schwierig. Und ich kann auch verstehen, wenn dieses Buch Leuten gar nicht gefällt, die ausschweifende Fabulierlust Lambs ist einfach nicht jedermanns Sache, ich liebe sie eigentlich, aber diesmal konnte ich sie nicht ganz so genießen.
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Re:Lamb, Wally: Die Stunde, in der ich zu glauben begann Gepostet: 03.05.2009 20:33
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Ich habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen. Da ich schon vorher „Früh am Morgen beginnt die Nacht“ gelesen habe, konnte ich ahnen, was mir bevorsteht: ein Lesevergnügen. Das Thema des Buches wird immer wieder hochaktuell, und wir lernen hier nicht nur die Opfer, aber auch die Täter zu verstehen. Die Geschichte löst in uns viele Gefühle aus, wir leiden mit den Opfern und weinen zusammen mit den Eltern um die umgebrachten Kinder. Diese Lektüre rüttelt uns wach, damit wir nicht mehr ahnungslos und passiv "am Rande des Chaos leben."
Die Geschichte der Familie Quirks lässt uns den Einblick in das 19.Jahrhundert gewähren. Spannend erzählt der Autor über die damalige Gesellschaft, die Verhältnisse in Gefängnissen, über die Gründung des ersten Frauengefängnisses und über Mark Twain und seine Familie.
Die Personen aus dem Buch "Früh am Morgen beginnt die Nacht", die hier auftauchen, machen diese Geschichte dem Leser besonders vertraut.
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Re:Lamb, Wally: Die Stunde, in der ich zu glauben begann Gepostet: 18.05.2009 09:02
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Das Buch fängt mit einem Vorwort über die demenzkranke, jetzt verstorbene Mutter an, was mir schon gut gefallen hat.
Caelum und seine Frau Maureen wollen einen Neubeginn starten - ihre Ehe
ist in eine Krise geraten. Aus diesem Grunde ziehen sie nach Colorado.
Caelum erzählt aus seiner Vergangenheit, wie seine Frau fremdgegangen
ist, wie er agressiv wurde und viel auch aus seiner Kindheit und von
seinen Vorfahren.
Maureen ist dabei, wie zwei Schüler auf der Columbine Schule Amok
laufen - seitdem leidet sie unter flashbacks, Angstzuständen und
Schmerzen. Sie kann nicht mehr arbeiten und muss zur Psychologin .
Durch die Tabletten, die sie nimmt, wird sie tablettenabhängig. Caelum
versucht ihr zu helfen, kommt aber nicht so richtig an sie ran. Er muss
sich gestehen, dass der Amoklauf Maureens und sein Leben völlig
umgekrempelt hat.
Als es Maureen wieder ein wenig besser geht, fängt sie wieder an zu
arbeiten - kommt dort aber leider mit Tabletten in Berührung. Als
Maureen unter Medikamenteneinfluss einen jungen Mann überfährt, muss
sie eine Haftstrafe absitzen. Caelum besucht sie, wenn auch
unregelmässig. Ihr Verhältnis ist gestört.
Man erfährt sehr viel über menschliche Abgründe, die Beweggründe, warum
man so handelt und wie es das Leben beeinflusst. Die Familiengeschichte
der Quirks wird in Rückblicken, Briefen und Zeitungsartikeln aufgerollt
- manchmal ist es zu ausschweifend. Es sind einige Schicksalsschläge,
die die Familie Quirk zu verarbeiten hat - man könnte auf den Gedanken
kommen, ob es nicht gar zu viele Schicksalsschläge sind.
Die Protagonisten haben Stärken und Schwächen, man kann mit ihnen mitfühlen.
Die Gestaltung des Covers hat mich angesprochen, den Buchtitel hätte ich mir anders gewünscht.
Das Buch ist stellenweise zu ausschweifend - aber insgesamt doch lesenswert.
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Wer liest, lebt viele Male. Wer nicht liest, lebt nur einmal.
Jozéf Czechowicz
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