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Die Vermessung der Welt - Daniel Kehlmann (1 Leser) (1) Gäste
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THEMA: Die Vermessung der Welt - Daniel Kehlmann
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#1168
torrjelen (Benutzer)
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graphgraph
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Geschlecht: männlich
Die Vermessung der Welt - Daniel Kehlmann Gepostet: 09.05.2008 23:41  
Inhalt

Mit hintergründigem Humor schildert Daniel Kehlmann das leben zweier Genies: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gau?. Er beschreibt ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen L?cherlichkeit und Grüße, Scheitern und Erfolg. Ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Phantasie, Kraft und Brillanz.

über den Autor

Daniel Kehlmann, 1975 in M?nchen geboren, lebt in Wien. Sein Werk wurde u.a. mit dem Candide-Preis, dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis und dem WELT-Literaturpreis ausgezeichnet. Die Vermessung der Welt, in über 40 Sprachen übersetzt, ist einer der gr??ten Erfolge der deutschen Nachkriegsliteratur.

Meine Meinung

Ich habe versucht dieses Buch solange wie möglich zu meiden, und hätte ich es in meinem Seminar nicht lesen ,,müssen" , hätte ich auch noch weiter Erfolg gehabt. Aber dann wäre ich nie in diesen absolut genialen Lesegenuss gekommen. Wer sich fragt, warum das Buch so ewig lange auf der Bestseller-Liste steht, einfach lesen und selbst ein Bild machen. Es lohnt sich. Es ist ?hnlich wie ,,Der Name der Rose" ein Buch, was sich auf verschiedenen Ebenen lesen lässt, und somit eine breite Leserschaft erreicht.
Im Buch geht es um die beiden Wissenschaftler Alexander von Humboldt und Carl Frierich Gau?. Der eine auf Weltendeckerreise, der in das noch so tiefste Loch kriecht und auf den noch so h?chsten Berg steigt, und der andere, der ein brilliantes Genie ist, und immer Heimweh und Wehwechen, und viele Frauen hat. Natürlich alles nur Fiktion, aber zum Tränen lachen schön. Der Schreibstil der indirekten Rede liest sich so wunderbar flüssig, und unterstreicht die Pointen zusätzlich.
Ich kann es absolut nur empfehlen, und nicht denken: ,,Ach das lesen alle und finden alle gut, da lese ich es nicht" So aus Protest-> fatal, ihr verpasst einiges. Allein Gau? als Charakter ist die Lektüre wert.

Die Vermessung der Welt. - Daniel Kehlmann
Titel: Die Vermessung der Welt.
Autor: Daniel Kehlmann
Verlag: Rowohlt
ISBN13/EAN: 9783499241000
Seiten: 304
Erschienen: 2008

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#8146
Valentine (Benutzer)
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Geschlecht: weiblich
Re:Die Vermessung der Welt - Daniel Kehlmann Gepostet: 23.09.2008 11:51  
Zwei kluge K?pfe stehen im Mittelpunkt des Romans, die beide im Deutschland des fr?hen 19. Jahrhunderts auf ihre Weise die Welt vermessen wollen - und die verschiedener kaum sein könnten.

Carl Friedrich Gau?, ein verschrobener Einzelgänger, der am liebsten keinen Fuß vor die T?r setzt und aus einfachen Verhältnissen stammt, fiel schon als Kind durch seine rasche Auffassungsgabe auf, fühlte sich zeitlebens den meisten anderen Menschen geistig weit überlegen und lebt eigentlich nur für seine Formeln und Berechnungsmodelle, die als Mathematiker und Astronom sein Lebensinhalt sind.

Alexander von Humboldt stammt aus einer adeligen Familie, erhielt eine erstklassige naturwissenschaftliche Ausbildung (während seinem Bruder geisteswissenschaftliche Bildung zuteil wurde) und ist neugierig und offen, was die Welt alles zu bieten hat. Auf einer Entdeckungsreise nach S?damerika bef?hrt er mit Einheimischen den Orinoco, begegnet wilden Tieren und alten Kultst?tten und trotzt diversen Gefahren.

Als alte Männer treffen die beiden in Berlin zusammen, wo das politische Geschehen sie einholt...

Diese beiden so unterschiedlichen Männer portr?tiert Daniel Kehlmann mit Witz und Tiefgang und streift hier und da wissenschaftliche Themen und die damaligen Vorstellungen über Zusammenhänge in der Natur, was sich natürlich wesentlich interessanter liest als trockene Abhandlungen.

Am besten gefielen mir die Passagen über die Lebensgeschichte der beiden Forscher. Die Verflechtungen mit der deutschen Geschichte zum Schluss hin passten für mich nur bedingt ins Bild, und ich hätte gerade gegen Ende lieber noch etwas mehr über die beiden Männer gelesen als über die Wirren der damals aktuellen politischen Lage.
 
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#40702
FunnyBunny (Benutzer)
Gold Boarder
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Beiträge: 250
graphgraph
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Geschlecht: weiblich
Re:Die Vermessung der Welt - Daniel Kehlmann Gepostet: 01.09.2010 01:01  
Habe das Buch soeben beendet und kann mir irgendwie keine richtige Meinung dazu bilden. Es hat mich leider einfach nicht gepackt, die Geschichten der Reisenden in diesem Roman zu verfolgen.

torrjelen schrieb:

Der Schreibstil der indirekten Rede liest sich so wunderbar flüssig, und unterstreicht die Pointen zusätzlich.


Nich persönlich hat dieser Schreibstil extrem gestört, da er doch sehr selten ist und man hin und wieder aufpassen musste, was denn nun Aussage und was gewöhnliches Geschichtenerzählen ist, wenn die Figuren, die reden, die verben weglassen. Daran konnte ich mich bis zum Schluss nicht wirklich gewöhnen.

Zudem hatte ich überhaupt kein Zeitgefühl in diesem Roman und wusste nur selten, in welchem Alter ich mir die Protagonisten vorstellen musste.

Vielleicht war es für mich der falsche Zeitpunkt für dieses Buch und ich habe es deshalb zu unaufmerksam gelesen. Aber so wirklich verstehen, wieso es so bekannt ist, tue ich nicht. Sicherlich hat es einige Textpassagen, die auch philosophisch sehr interessant sind. Und die Vorstellungen über die Zusammenhänge in der Natur, die Valentine schon erwähnte, werden ebenfalls geschildert. Ich würde aber gerne dahinter steigen, was es so beliebt macht.
Die anderen beiden Rezensionen lassen raushören, dass das Buch auch witzig sein soll. Vielleicht hat es auch einfach nicht meinen Humor erreicht
 
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