Inhalt:
Holly Kennedy ist gerademal 29, als ihr Mann Gerry an einem Gehirntumor stirbt. Nach seinem Tod hockt sie fast nur noch zu Hause rum, weiß nichts mehr mit sich anzufangen, hält alles für sinnlos und klammert sich verzweifelt an ihre Erinnerungen.
Nach einem Monat in Trauer kann sie sich endlich dazu aufraffen, einen Umschlag zu ?ffnen, der schon vor einiger Zeit angekommen ist.
In ihm finden sich zehn Briefe von Gerry, allesamt mit Monaten beschriftet. Die ersten beiden darf Holly sofort ?ffnen, und durch seine Briefe kommt Gerry ihr wieder ganz nah.
Meine Meinung:
Die Briefe, die Holly erhalten hat, ergeben eine Liste. Eine Liste, die ihr sagt, was sie zu tun hat, auch wenn Gerry nicht mehr bei ihr ist.
Als Leser fiebert man natürlich jeden Monat mit, was in dem nächsten Brief steht. Bekommt Holly wieder einen Auftrag, der eine Kleinigkeit in ihrem Leben verändert, oder ist es diesmal etwas Großes, das sie einem eigenen Leben wieder etwas näherbringen soll?
Diese Geschichte ist wirklich wunderbar herzzerreißend! Ich kam nicht ohne ein paar Tränen hindurch. Die Geschichte an sich finde ich wirklich durch und durch gelungen.
Was mir allerdings gar nicht gefallen hat, war der Schreibstil von Ahern. St?ndig musste gesagt werden "Holly liebte/hasste es, wenn...". Es werden - und ich finde in einem Roman, der nicht mit sarkastischem Unterton geschrieben ist, ist das total unpassend - Klammern benutzt um Dinge zu erklären oder einzuwerfen (zB: "Eine Stimme von rechts (ihre Schwester) ..."

. Das mochte ich überhaupt nicht leiden.
Auch ihre Formulierungen fand ich fantasielos (wobei so etwas auch an der übersetzung gelegen haben könnte). Es waren zwar einige schöne Ausdrücke zwischendurch mal vorhanden, meist aber nur solche, die sowieso gängig sind, wodurch es meiner Meinung nach nicht schön klingt, sondern wie bereits gesagt eher fantasielos.
Außerdem wird zu Anfang der Geschichte sehr viel aus dem Kreis der Familie berichtet, die die ganze Zeit Witze machen. In der eigenen Familie könnten diese auch durchaus witzig sein, aber so fand ich es einfach nur fad, so etwas zu lesen.
Später passierten aber auch noch ein paar Dinge, die auch mich ein wenig zum Schmunzeln gebracht haben, weil die Vorstellung einfach zu ulkig war.
P.S. Ich liebe dich ist eine wunderschön traurige Geschichte über den Weg einer jungen Witwe zurück ins eigene Leben und ihrer Bew?ltigung der Trauer. Das Buch enthält sehr viele Gedankengänge und viel Gefühl.
Da ich wie gesagt mit dem Schreibstil überhaupt nicht glücklich war, freue ich mich schon umso mehr darauf, den Film zu sehen. Die Werbung hatte mich überhaupt erst dazu angeregt, das Buch zu lesen. Allerdings hat sich herausgestellt, dass es schwer wird, eine Freundin zu finden, die sich reintraut...
(Die Rezension ist schon etwas ?lter - mittlerweile kann ich sagen, dass mir der Film noch weniger gefallen hat

)