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Hedda H. Robertsen: Ich will dich, ich krieg dich

Ich will dich, ich krieg dich von Hedda H. Robertsen

Ich will dich, ich krieg dich - Hedda H. Robertsen
Bewertung: ♥♥♥♥♥
Verlag: Ullstein Tb
ISBN13/EAN: 9783548280967
Erschienen: 2009-12-03
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Mitglieder-Rezensionen zu Ich will dich, ich krieg dich von Hedda H. Robertsen


Rezension und Bewertung von stella232: ♥♥♥♥♥
Zunächst zum Inhalt:


Die 19 jährige Alba arbeitet in einer Buchhaltung. Dort verliebt sie sich in einen “Stammkunden”, von dem sie nichts weiß, außer seinen Initialen, seine Adresse und seine Handynummer…
So wird aus “ M.M. “ also “Mads Mikkelsen” .
Wenn Mads die Buchhandlung betritt, bekommt Alba kaum einen anständigen Satz zustande, ist er aber nicht in ihrer Nähe, fantasiert Alba herum. Ihre Fantasien beschäftigen sich ausschließlich um den Sex mit Mads. Sie vernachlässigt Familie und Freunde und wird zunehmend Depressiver.
Da Alba bald schon für längere Zeit nach Wien reisen muß, bleiben ihr nur noch wenige Wochen, um Mads endlich wirklich näher zu kommen. Also entschließt sie sich, ihm eine SMS zu schicken
Ob er wohl antwortet? Und wie wird er reagieren? Kriegt Alba Mads tatsächlich?…


Dieser Roman ist so völlig anders als erwartet und erhofft! Sowohl der Klapptext , als auch das Cover versprechen eigentlich etwas ganz anderes!
Geschrieben ist es, ähnlich wie ein Tagebuch, recht zusammenhanglos, als wenn Alba sich Notizen macht.
In der Leseprobe waren Albas Fantasien, wie sie Mads sieht und beschreibt , noch wirklich schön und verliebt. Doch dies lässt im Roman immer mehr nach und ist schon nach wenigen Seiten vergessen… Schade! Es hätte so schön werden können ,das Buch!
Stattdessen stehen immer mehr Albas sexuelle Fantasien im Vordergrund. Und diese werden zudem noch sehr “pubertär “und “ Derbe” geschildert. Ich bin gewiss nicht prüde, aber ich finde, auch sexuelle Fantasien können beschrieben werden, ohne solche “ Fäkalsprache” dafür zu benutzen.
Die Beschreibungen der sexuellen Fantasien kann man tatsächlich mit denen aus “ Feuchtgebiete” vergleichen.

Mein Fazit:
Schade! Es hätte ein wirklich wunderschöner , verspielter Roman werden können! Ich kann das Buch nicht einmal unter der Kategorie “ Leichte Kost” einordnen, denn jeder hat seine persönliche “Scham -und Ekel Grenze, und dies ist wirklich sehr hart an der Grenze des guten Geschmacks! Statt weiterhin die Verliebtheit so (zwar recht kitschig, aber dennoch) wunderschön ehrlich und Detailgetreu zu Beschreiben , fällt der Autorin schon nach wenigen Seiten nichts weiter ein, als haufenweise (teilweise wirklich “harten”) Sex , eine Prise Kitsch , und einen Schuss nervigem Gejammer! Zum Glück waren es nur 191 Seiten , welche schon an einem Abend durchgelesen waren.

Rezension und Bewertung von Chiara: ♥♥♥♥♥
Was war denn dass ???

Wenn man sich den Titel, das Cover und den Klappentext anschaut, rechnet man mit einem jung, fröhlich, frechen oder meinetwegen auch schnulzigen Teenie oder Frauenroman. Doch es kommt ganz anders...

Also die 19 Jährige Alba arbeitet in einer Buchhandlung und verliebt sich unsterblich in einen älteren Kunden, der täglich bei ihr Zeitungen kauft. Da bei ihr regelmäßig der Verstand aussetzt sobald dieser Herr den Laden betritt, schafft Sie es nicht ihn über das normale Kundengeplänkel anzusprechen und hängt stattdessen ständig ihren meist sexuellen Phantasien nach.

Der Geschichte fehlt es leider an Spannung, Humor und letztendlich auch an Handlung. Es passiert sehr wenig und diese Verwischung zwischen Realität und Phantasie ist für den Leser nicht leicht nachzuvollziehen.

Das ist sehr bedauerlich, da durchaus ein gewisses Talent erkennbar ist. Mir hat anfangs die Wortgewandtheit und poetische Ader, mit der die jungen Autorin ihre Gefühle beschreibt sehr gut gefallen.

Diese stehen allerdings im Widerspruch zu den vulgären sexuellen Phantasien aus denen das Buch allerdings zu gefühlten 80% besteht. Keine Ahnung was damit bezweckt werden sollte. Ich fand das geschmacklos, auf Dauer langweilig und gegen Ende auch immer abartiger und brutaler.

Es ist mir wirklich ein Rätsel welche Zielgruppe dieses Buch erreichen möchte.

Rezension und Bewertung von ChrischiD: ♥♥♥♥♥
Alba ist 19, jobbt in einer Buchhandlung und ist total verknallt in einen älteren Mann, den sie tagtäglich bedient, ansonsten aber nichts von ihm weiß. Da sie seine Initialen – M.M. - kennt, benennt sie ihn nach dem Schauspieler Mads Mikkelsen. Fortan malt sie sich aus wie es sein könnte, wenn sie ihm doch nur ihre Gefühle offenbaren könnte und natürlich möchte sie, dass dies irgendwann Realität wird. Also macht sie den ersten Schritt und schreibt ihm eine SMS. Doch was wird er dazu sagen?

Nun gut, nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, war ich eigentlich recht neugierig was sich dahinter verbirgt, denn die Idee an sich fand ich ganz gut und dachte da könnte man ein schönes witziges Büchlein draus machen, welches evtl. auch noch einen klein bißchen zum Nachdenken anregt, aber vordergründig einfach nur der Unterhaltung dient. Aber weit gefehlt, es kam ganz anders – schlimmer.
Auf Grund dessen, dass die Seiten oft nur mit wenig Text beschrieben sind und es keine Kapiteleinteilung gibt, kommt man häufig aus dem Lesefluss und gerät ins Stocken, so dass man den Faden immer wieder neu aufnehmen muss, auch wenn ich mir manchmal gewünscht habe das nicht tun zu müssen, aber ich wollte dann doch wissen wie es ausgeht.
Der Schreibstil hat mir leider auch in keinster Weise zugesagt, denn es liegt bloß daran, dass man das Buch sehr schnell durch hat, weil es nichtmal 200 Seiten umfasst.
Es entwickelt sich keine romantische Liebesgeschichte zwischen Alba und Mads, wie man es anfangs vermuten mag, es geht lediglich darum was Alba sich alles ausmalt mit Mads zu erleben, und das hauptsächlich auf sexueller Ebene. Dabei ist der Umgang mit der Sprache sehr vulgär, meines Erachtens nach zu vulgär, so etwas gehört einfach nicht in einen Roman, denn es ist weder schön, noch in irgendeiner Weise erotisch, sondern einfach nur abstoßend. Etwa ¾ des Buches drehen sich nur um diese Phantasien, von denen man noch nicht einmal weiß welche jetzt erträumt und welche Realität sind. Der Klappentext sagt zwar schon, dass die Grenzen verschwimmen, aber meiner Meinung nach kann man auch beim dritten Lesen nicht erkennen wo da wirklich die Grenzen liegen.
Ich frage mich, ob die Autorin diesen Text ernsthaft so geschrieben hat oder ob jemand beim Übersetzen Mist gebaut hat, aber ich befürchte, dass der Roman so geplant war.

Ich kann diesem Buch leider, außer der Idee, nichts positives abgewinnen, somit werde ich auch keine Kauf- geschweige denn Leseempfehlung geben.

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