Wo fahren wir hin, Papa? von Jean-Louis Fournier![]() Bewertung: ♥♥♥♥♥ Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag ISBN13/EAN: 9783423247450 Erschienen: 2009-11-01 Preisvergleich Mitglieder-Rezensionen zu Wo fahren wir hin, Papa? von Jean-Louis FournierRezension und Bewertung von Chiara: ♥♥♥♥♥ Dieses Buch hat mich sehr deprimiert und erschüttert. Ich erinnere mich noch gut an die Leseprobe. Damals bekam ich beim lesen regelrecht Gänsehaut, musste trotz des sehr makaberen Humors auch mal lachen und war zu Tränen gerührt. Für mich hatte es den Anschein, dem Vater zweier schwer behinderter Jungs ginge es um eine Reflektion und auch kleine Wiedergutmachung des nicht immer optimalen Zusammenlebens mit seinen beiden Söhnen. Jetzt da ich das gesamte Buch gelesen habe finde ich es einfach nur noch traurig. Nach wie vor habe ich großen Respekt vor dem Autor, der hier so offen und schonungslos über seine Gefühle spricht. Doch bei all der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit hab ich mir doch auch ein wenig Glück, Freude und inneren Frieden gewünscht. Es ist mit Sicherheit für jede Familie ein extrem harter Schicksalsschlag ein behindertes Kind zu haben geschweige denn zwei und ich hab extrem große Zweifel das bewältigen zu können. Oftmals hilft einem da wohl nur der so genannte Galgenhumor durch den Alltag. Doch die permanenten Aussagen, wie beispielsweise „meine Söhne haben nur Stroh im Kopf und sind absolut wertlos“ haben mich dann doch sehr erschüttert. Ich weiß nicht ob es aus der Sicht einer Mutter noch mal anders aussieht. Aber ich bin davon überzeugt dass bei all der Tragik dennoch für das eigene Kind ganz gleich wie es „geraten“ ist Liebe vorhanden ist und die zollt meiner Meinung nach einen gewissen Respekt. Anfangs konnte ich zwischen den Zeilen noch ein wenig Zuneigung erkennen und hoffte dass zumindest am Ende ein versöhnlicher Aspekt herüberkommt. Aber letztendlich hadert der Vater die ganze Zeit mit seinem Schicksal bis zum Schluss. Mich hätte auch interessiert wie die Mutter und die gesunde Tochter Marie den Alltag erlebt haben. Abschließend kann ich nur sagen ich kenne und erlebe des Öfteren Eltern mit behinderten Kindern und bin immer wieder davon überwältigt wie viel Liebe und Geduld sie Ihren Kindern entgegenbringen und bin doch immer wieder überrascht was für eine positive Ausstrahlung sie auch gegenüber der Außenwelt haben. Das beeindruckt mich jedesmal sehr. Rezension und Bewertung von stella232: ♥♥♥♥♥ Man sollte schon "hinter den Zeilen" lesen... aktualisiert Als erstes möchte ich erwähnen,das dieses Buch wahrlich unter die Kategorie "schwere Kost" fällt. Nicht jeder kann mit dem Thema an sich und vor allem,mit der Art,wie Fournier darüber schreibt,umgehen! Dennoch würde ich das Buch jederzeit weiterempfehlen! Fournier beschreibt in diesem Buch sehr Ehrlich und mit einer gehöhrigen Priese Sarkasmus,sein Leben mit 2 Behinderten Kindern.Er beschreibt seine Gefühle in unterschiedlichen Situationen,beschreibt,wie die Umwelt darauf reagiert. Manchmal ist sein Sarkasmus darüber doch sehr "Grenzwertig". Doch wenn man hinter den Zeilen Liest,dann erkennt man außer Sarkasmus,Wut und Trauer auch Liebe,Zufersicht,Hoffnung und Dankbarkeit.Und genau das ist es,was dieses Buch ausmacht. Rezension und Bewertung von ChrischiD: ♥♥♥♥♥ Jean-Louis Fournier schreibt in diesem Buch einen Brief an seine beiden behinderten Söhne, Mathieu und Thomas, auch wenn sie diesen Brief nie lesen werden. Er beschreibt seine Eindrücke und seine Erfahrungen, die er mit seinen Kindern gemacht hat und schreibt ihnen auch was er vermisst hat. Im Grunde schreibt er alles nieder was ihn beschäftigt und wie er das Leben mit zwei behinderten Kindern empfindet bzw. empfunden hat. Der Autor widmet sich einem Thema, das eigentlich nicht so offen besprochen wird, auch wenn es eigentlich allgegenwärtig sein sollte. Er hat das 'Schicksal', zwei behinderte Söhne zu haben und diese großzuziehen und genau darum geht es in dem Buch, um das Leben mit einem solchen Schicksal. Er schreibt von vielen Situationen, die er mit seinen Kindern erlebt hat, die zum Teil witzig, aber auch oft nervenaufreibend waren. Natürlich stellt er auch Vergleiche auf, wie es gewesen wäre, wenn die beiden nicht behindert auf die Welt gekommen wären. Doch ich bin der Meinung bei allem negativen, das der Autor zum Ausdruck bringt, dass er doch irgendwo stolz auf seine Kinder war und ist und das Leben mit ihnen nicht missen möchte. Es ist für ihn nun einmal etwas anderes vorgesehen und so versucht er sich auch mit dieser Situation zu arrangieren. Teilweise ist das was er schreibt schon sehr an der Grenze, aber ich habe das Gefühl, dass der Autor versucht in diesem Buch seine Gefühle zu kompensieren und so versucht mit der Situation klar zu kommen, eben dadurch, dass er sich weitestgehend über sie lustig macht. Von der Idee her, die Geschichte als Brief an seine Söhne darzustellen, finde ich es sehr gelungen, die Ausführung dahingegen jedoch weniger. Dass eine Seite oft nur ein paar Zeilen beinhaltet empfinde ich zum Teil als störend, da es den Lesefluss stoppt und manchmal die Zusammenhänge etwas verschwimmen. Der Schreibstil an sich ist in Ordnung, aber meiner Meinung nach nun nicht unbedingt herausragend. Hinweis: Du musst angemeldet sein, um eine eigene Rezension zu schreiben. Mitglieder, die Wo fahren wir hin, Papa? von Jean-Louis Fournier besitzen
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